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Benzin und Strom kaufen lohnt sich nicht

21.08.2014:

Wir brauchen noch etwas Geduld, genauer gesagt 6 Jahre, denn ab dem Jahr 2020 startet die Energiewende erst richtig durch und es wird sich kaum noch lohnen in traditionelle Energieträger zu investieren. Diese Meinung vertreten zumindest die Analysten der Schweizer Bank UBS in einem unlängst veröffentlichten Studie. Lesen Sie hier wie die Energiewende in Deutschland erst richtig in Fahrt kommt.


UBS-Bank: Erneuerbare-Revolution startet 2020 voll durch

Ein Blick in die Zukunft lohnt sich immer. Die Experten für Energiemärkte der UBS-Bank haben es getan und erstaunliches herausgefunden: Die Banker sagen nichts weniger als eine komplette Neuordnung des Strom- und Treibstoff-Marktes voraus. Voll in Gang kommen soll diese Revolution schon im Jahr 2020, also in 6 Jahren.

Die Experten machen dabei drei Technologien aus, die in Kombination für eine Neuausrichtung des Marktes sorgen: Solaranlagen, Stromspeicher und Elektroautos. Was ist daran neu, mag man fragen? Schließlich sind alle Techniken jetzt schon auf dem Markt und werden mehr oder weniger gut von den Kunden angenommen. Neu sind die extremen Kostensenkungen die die SB-Bank prophezeit.

 

Solaranlagen, Speicher und Elektroauto befeuern den Energiemarkt

Die Experten der UBS sagen rapide Kostensenkungen bei sowohl Solaranlagen, als auch Elektro- und Wärmespeichern, als auch bei Elektroautos voraus und schon bald, so die These der UBS, sind sie in Kombination so günstig, dass es sich für Verbraucher nicht mehr lohnt, Benzin oder Diesel an der Tankstelle zu kaufen oder Strom aus der Steckdose von einem Energieversorger.

Als Voreiternation haben sich die UBS-Analysten Deutschland angesehen. In Deutschland, so schreiben sie, würden die ?sauberen Drei? (Solaranlage, Speicher und Elektroauto) am frühesten in der Gunst der Kunden mit den alten Energieträgern gleichziehen. Auch Italien und Spanien sehen sie als Vorreitermärkte.

Der Grund: Strom und Treibstoffe sind hier für die Haushalte vergleichsweise teuer. Deshalb werde sich schon 2020 eine Kombination aus Solaranlage, die Strom produziert und eine Batterie im Keller des Hauses und das Elektroauto lädt im Schnitt in weniger als acht Jahren amortisieren. Derzeit seien es noch rund zwölf Jahre ? zu lange für die meisten Konsumenten.

Die UBS geht davon aus, dass Akkus für E-Autos und Keller bis 2020 um die Hälfte günstiger werden ? eine Einschätzung, die viele Experten teilen. Obwohl sich die Kosten für Solaranlagen seit 2010 bereits halbiert haben, so werden auch die weiter fallen. Vor allem für die rund 10 Millionen Eigenheimbesitzer und Unternehmen mit großen Dachflächen wäre solch eine Kombination attraktiv, Mitarbeiter ?tanken? dann umsonst den Sonnenstrom.

 

Das endgültige Aus für Atom ? ein ?Chance? der Energiewelt

Die Folgen dieser Entwicklung für Unternehmen, Investoren und die Industrie als Ganzes sind gravierend. Schon 2025, so heißt es in dem Report, könnten die meisten Großkraftwerke ? vor allem Kohle und Atom ? vom Netz gegangen sein, weil zu wenige Kunden ihren Strom noch abnehmen.

Vor allem für die Energieversorger und im Anschluss auch für die Ölmultis wäre das eine einschneidende Zäsur. Sie müssen ihre Geschäftsmodelle auf die neue, dezentrale Energiewelt umstellen, doch wie soll das gelingen?

Als Fazit der UBS Studie lässt sich in jedem Fall und zweifelsfrei festhalten: Die Energiewelt wird 2020 eine andere sein als heute.

 

Zum Originalartikel: 

http://reneweconomy.com.au/2014/ubs-time-to-join-the-solar-ev-storage-revolution-27742